Sportmentoring für aktive und ehemalige Leistungssportler, Trainer, Schiedsrichter, Manager, Funktionäre, etc. sowie deren Lebenspartner

Sportmentoring leitet sich von Mentor, einem Freund des Odysseus ab. Dieser sollte in der Zeit, in der Odysseus auf Reisen war, dessen Sohn Telemachos erziehen. "Erzähle ihm alles, was du weißt", lautete der Auftrag. Damit war weniger Wissen im Sinne von Schulwissen gemeint, auch nicht die Techniken der Kriegskunst, die sich Telemachos als zukünftiger Herrscher von Ithaca ebenfalls noch anzueignen hatte. Die Aufgabe Mentors war es vielmehr, Telemachos in seinem Reifeprozess zu begleiten, ihm die wichtigen Werte weiterzugeben, den Umgang mit seinen Mitmenschen zu lehren usw. Es ging um die Persönlichkeitsbildung.

Der Sportmentor ist ein Mensch, der einen Leistungssportler im Bereich der Persönlichkeitsbildung, Sozialkompetenz und geistlichen Kompetenz qualifiziert begleitet, betreut und unterstützt.


Die Basis für hohe Leistungsfähigkeit und ein sinnerfülltes Leben ist das Zusammenspiel von  Körper, Psyche, Geist, und gelebte liebevolle Beziehungen. Den Sportler darin zu unterstützen ist die Aufgabe des Sportmentors bzw. der Sportmentorin.

 


Den meisten Sportlern stehen für das körperliche Training kompetente Coaches, Ärzte, Physios, Biomechaniker, Ernährungsberater, etc. zur Verfügung. Einige arbeiten mittlerweile auch mit sehr guten Sportpsychologen zusammen. Doch nur sehr wenige Sportler kümmern sich aktiv um den geistlichen Bereich in ihrem Sport und Leben.  Dabei ist nicht nur Religion und Kirche gemeint, sondern folgende Aspekte:

  • Was bin ich wert? Identität und Selbstwert mit der Fragestellung: „Bin ich, was ich leiste? Bin ich nur so gut wie mein letztes Ergebnis?“
  • Wie begegne ich Schicksalsschlägen wie Tod, Leid und Krankheit, Sportverletzungen, Rauswurf aus dem Kader, knapp verpasste Quali?
  • Woran orientiere ich mich im Umgang mit Schuld, Fehlern der Vergangenheit und Gewissenskonflikten?
  • Wer liebt mich bedingungslos? Ich (Selbstannahme) – Mensch (Beziehungsfragen) – Gott (Gottesbeziehung)
  • Was ist der Sinn im Leben? Was kommt nach dem Tod? Was kommt nach der Karriere? Innere Leere trotz Medaille …
  • wie treffe ich langfristig gute Entscheidungen?

Vertrauen
Ehrliche Kommunikation
Handlungsalternativen

Sportmentoring ist Vertrauenssache

Der Sportmentor bzw. die Sportmentorin ist eine absolute Vertrauensperson für den Mentee. Vertrauen entsteht über einen Zeitraum und positiven Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen. Einer schenkt es dem anderen. Zu Beginn einer Zusammenarbeit bedarf es eines gegenseitigen Vertrauensvorschusses und einer stimmigen „Chemie“. Sportmentor und Mentee brauchen ein gutes Gefühl für eine Zusammenarbeit und eine gewisse Sympathie für einander. 

Sportmentoring hat keine standardisierte Methode oder Ablauf. Sportmentoring ist eine gelebte Beziehung. Wenn gewünscht und angebracht setzt ein Sportmentor verschiedene Testverfahren und wissenschaftliche Methoden ein.

Der Sportmentor bzw. die Sportmentorin ist vernetzt mit anderen Sportmentoren sowie Experten in verschiedenen Bereichen des Sports (z.B. Sportpsychologie, Ernährung, Sportmedizin, Sportphysiotherapie, Sportrecht, Sportmanagement, Olympiastützpunkte, ausländische Partner, etc.) und außerhalb des Sports (z.B. Pädagogik, Theologie, Kirchen und christliche Gemeinden, Notfallseelsorge, Aus- und Weiterbildung, Firmen, etc.)

Wir arbeiten als Sportmentoren mit einer dienenden Herzenshaltung, die geprägt ist von bedingungsloser Liebe. Wir haben den Anspruch, dem Mentee ein vor allem geistlich kompetentes Gegenüber zu sein, das ihm/ ihr eine Unterstützung ist, gute Entscheidungen zu treffen und mit verschiedenen Herausforderungen und Spannungsfeldern im Leben eines Leistungssportlers zurecht zu kommen. 

Wir akzeptieren jegliche Weltanschauung und Glaubensüberzeugung, arbeiten jedoch auf einer biblischen Wertebasis und einem biblisch geprägten Menschenbild.


Ablauf im Sportmentoring

1.)   Erstgespräch und gegenseitiges persönliches Kennenlernen. Als Hausaufgabe Ausfüllen eines umfangreichen Fragenbogens zu sieben verschiedenen Aspekten einer ganzheitlichen Sportlerförderung. (Dauer ca. 45min.)

2.)   Besprechung des ausgefüllten Fragebogens und der daraus abzuleitenden Erkenntnisse in Bezug auf die aktuelle Situation. Gemeinsame Festlegung von zu bearbeitenden Themen innerhalb des Sportmentoring-Prozesses. Klärung von Zielsetzungen und gegenseitigen Erwartungen für den Sportmentoring-Prozess.

3.)   Begleitung durch regelmäßige Telefonate, WhatsApp, persönliche Treffen – je nach Bedarf.

4.)   Evaluation des Prozesses und Überprüfung der Zielerreichung. Ggf. Anpassung der Inhalte und Vorgehensweise oder Beendigung des aktuellen Prozesses.

Es ist unser Ziel, dass jeder Mensch im Sport...

  • sein/ ihr volles sportliches Potential entfalten kann
  • inneren Frieden hat bzw. im Frieden mit sich selbst, anderen Menschen lebt
  • Anerkennung und Selbstwert unabhängig der Leistung erlebt
  • eine positive Charakterentwicklung erfährt
  • Kompetenzzuwachs im geistlichen Bereich erfährt